FAQs Bürgschaftsbank Thüringen

Was ist eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen einem Gläubiger und einem Bürgen, bei dem letztgenannter für einen Schuldner des erstgenannten haftet.
In unserem Fall sind wir, die BBT, der Bürge, der für den Kreditnehmer haftet. Gläubiger sind Banken, Sparkassen, Kreditinstitute oder Leasinggesellschaften.

Was ist eine Bürgschaftsbank?

Eine Bürgschaftsbank ist ein Förderinstitut, das nicht gewinnorientiert arbeitet. Es haftet für Schuldner von Banken, Sparkassen, Kreditinstituten und Leasinggesellschaften. Durch Rückbürgschaften ist die Bürgschaftsbank in die Gewerbeförderung von Bund und Land eingebunden.

Die Gesellschafter der BBT sind Kammern und Wirtschaftsverbände sowie Banken, Sparkassen und Versicherungen. Eine Liste finden Sie hier .

Welches Ziel verfolgt die Bürgschaftsbank Thüringen?

Die BBT übernimmt Bürgschaften für Thüringer Existenzgründer und Unternehmen, wenn deren erfolgversprechende Vorhaben an fehlenden Sicherheiten zu scheitern drohen.


KMUs und Existenzgründer verfügen auf dem Kapitalmarkt nur über eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten und sind daher gegenüber Großunternehmen benachteiligt. Wir als Bürgschaftsbank wollen diesen Nachteil ausgleichen.

Welche Dienstleistungen bietet die BBT genau an?

Mit dem Ziel der optimalen Gesamtfinanzierung bieten wir kostenlose Beratung an. Wir nutzen ein breites Netzwerk, um Ihre Vorstellungen zu realisieren. Workshops und Vorträge für Interessenten - ob Unternehmer, Verbände, Steuerberater oder Kreditinstitute - runden unser Dienstleistungspaket ab.

Wer kann die Leistungen der BBT in Anspruch nehmen?

Die BBT übernimmt Bürgschaften für Thüringer Existenzgründer und bereits bestehende Unternehmen.
Bürgschaften können für jedes wirtschaftlich sinnvolle und erfolgversprechende Vorhaben im Rahmen der Förderrichtlinien und unter Beachtung der EU-Fördergrundsätze gewährt werden.

Wer kann eine Ausfallbürgschaft erhalten?

Eine Ausfallbürgschaft steht allen bestehenden und neu gegründeten gewerblichen Unternehmen und Freien Berufen in Thüringen zu, denen wegen fehlender Absicherung kein oder kein ausreichender Kredit gewährt würde. Das Finanzierungsvorhaben muss betriebswirtschaftlich tragfähig sein.

Für welche Vorhaben kann die BBT nicht bürgen?

Die Bürgschaftsbank kann keine Bürgschaften für Sanierungen und Maßnahmen übernehmen, die nach den KMU-Kriterien nicht förderfähig sind. Auch die Verbürgung von Umschuldungen bestehender Darlehen und Kredite ist nicht möglich.

Was kostet eine Bürgschaft?

Da eine Bürgschaftsbank nicht gewinnorientiert arbeitet, entstehen nur geringe Kosten. Im Falle der Ablehnung eines Bürgschaftsantrags fallen in der Regel keine Gebühren an.


Eine Ausfallbürgschaft kostet eine einmalige Bearbeitungsgebühr und eine jährliche Bürgschaftsprovision. Bitte kontaktieren Sie uns, um die genauen Konditionen zu erfahren.

Wie kann ich eine Bürgschaft beantragen?

Die Beantragung der Bürgschaft übernehmen Kreditinstitute. Diese arbeiten mit der BBT zusammen und können Ihnen alle wichtigen Informationen zukommen lassen. Außerdem finden Sie unsere Konditionen, Bestimmungen, Prospekte und Antragsdokumente online.

Wie oft kann ich eine Bürgschaft beantragen?

Unternehmen können beliebig oft Bürgschaften beantragen. Allerdings darf der insgesamt für einen Kreditnehmer übernommene Umfang der Bürgschaften die Summe von 1,25 Million Euro nicht überschreiten.

Kann die Bürgschaftsbank jede Art von Krediten oder Darlehen verbürgen?

Ja, die BBT kann sowohl Bürgschaften für Hausbank- als auch für Förderdarlehen vergeben. Auch die Verbürgung von Leasingfinanzierungen, Kontokorrentkrediten und so genannten Avalkrediten ist möglich.

Übernimmt die Bürgschaftsbank das gesamte Kreditrisiko?

Die BBT trägt in der Regel bis zu 80% des Ausfallrisikos der Rückzahlung eines Kredites für das Kreditinstitut. Dieses muss also selbst ein 20%iges Eigenrisiko akzeptieren.

Der Maximalbetrag der Bürgschaft beträgt 1,25 Million Euro.

Was passiert, wenn die Bürgschaftsbank aus ihrer Bürgschaft in Anspruch genommen wurde?

Es findet ein „Gläubigeraustausch“ in Höhe der Bürgschaftsinanspruchnahme statt. Anstelle des Kreditinstitutes ist jetzt die Bürgschaftsbank (in Höhe der Risikoanteile der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Thüringen für diese treuhänderisch) Gläubigerin. Mit ihr wird man über die Hausbank im Rahmen seiner Möglichkeiten Rückzahlungsvereinbarungen treffen.